Akkordeons Weltweit

Geschichte


GESCHICHTE DES AKKORDEONS IN GROSSBRITANNIEN

Das diatonische Akkordeon wurde um 1840 erstmals in Großbritannien eingeführt. Manche Akkordeons kamen in Einzelteilen, die die Verkäufer selbst zusammensetzen mußten. Zur Jahrhundertwende wurde das Akkordeon in Form des Melodeon sehr populär. Es wurde von der Arbeiterklasse angenommen, zusammen mit der Concertina. Die Mittelklassen bevorzugten das Harmonium oder die Orgel.

Das erste Akkordeon in zylindrischer Form wurde von zwei Schotten, den Wymper Brüdern: Peter (1871-1950) und Daniel (1882-1957), erfunden. Daniel Wymper war ein Kornettspieler in einem Orchester der Minenarbeiter und trat manchmal mit seinem Bruder auf.

Ein berühmter früher Akkordeonist war George "Pamby" Dick (1882-1932), welcher der britische nördliche Meister auf dem 19 Tasten Akkordeon in den Jahren 1887,1888,1890 wurde. Peter Leatham war bekannt als der beste Spieler in Edinburgh zwischen 1900 und 1920. Zu Anfang des Jahrhunderts gab es zahlreiche Wettbewerbe an Orten wie dem Kristallpalast, dem Belle Vue Garten in Manchester und dem Alexander Palast in London.

Das Piano Akkordeon wurde 1907 in England eingeführt. Es wurde zuerst von Pianisten an Stelle des Bandoneon benutzt, um in Tanzorchestern Tango zu spielen. Einige Pioniere des Piano Akkordeon waren: George Scott-Wood, Al Davidson, Donald Thorne und Conway Graves. AL Davidson (1885-1936) war der Organist der Ely Kathedrale und hat viele auszeichnende Musikdiplome erhalten.

Während der dreißiger Jahre bot die Hohner Schule für Akkordeon Fernstudienkurse an. Die Direktoren waren Al Davidson und Eric Little. Das britische College der Akkordeonisten (BCA) entwickelte sich daraus im Jahre 1936, danach gab es eine Reihe von Musik-und Lehrzertifikaten. 1935 wurde eine Zeitschrift mit dem Namen "Accordion Times" herausgegeben und regionale wie internationale Meisterschaften organisiert. Einige bekannte Lehrer wie E. Pett und Martys Seiber schlossen sich an. 1946 begann Desmond Hart mit dem "Accordion Review", das vom Modernen Akkordeon Verlag veröffentlicht wurde. 1947 wurde die Zunft der Akkordeonlehrer gegründet, was 1949 zur Entstehung der Nationalen Akkordeon Organisation (NAO) führte.

Jimmy Shand, ein schottischer diatonischer Akkordeonspieler, wurde 1940 berühmt als er sein erstes Orchester gründete. Er nahm zahlreiche Platten auf und nahm an vielen Fernseh-und Radioübertragungen teil. Er setzte sich offiziell 1972 zur Ruhe, aber nahme weiterhin gelegentlich Platten auf. Sein Sohn Jimmy Shand Junior hatte auch ein Tanzorchester. Andere schottische Akkordeonspieler schließen John Kilpatrick,der in der Albion Band spielte, und Steeleye Span ein.

Irland hat eine beeindruckende Zahl von diatonischen Akkordeonisten hervorgebracht. Carmino Capaldi, geboren 1904, trat in Musiksälen mit seinem Bruder Mario als die Capaldi Brüder auf. Harry Krein (geb. 1905) fing an mit dem Orchester seines Vaters, das für das BBC spielte, Akkordeon zu spielen. Er machte sein eigenes Orchester auf, genannt das Montmartre Spieler Quartet. Primo Scala wurde 1898 geboren. Er war Pianist im Orchester seines Vaters und obwohl er selbst nicht Akkordeon spielte, stellte er ein berühmtes Akkordeon Orchester zusammen das viele große Namen der Zeit enthielt: Red Manus, Tommy Nicol, Bill Bowness, Warwick Bidgood, Emilio, Reg Hogarh, Syd Hellier, Gerald Crossman und Peter Wise. In den Fünfzigern begannen viele meisterhafte Akkordeonisten ind Tanzorchestern zu spielen, wie z.B. Ronald Binge (1910-1979), Akkordeonist für das Mantovani Orchester.




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