|
In den
1840ern und 1850ern wurde das Akkordeon immer beliebter. Kinder
pflegten das Melodeon auf religiösen Festen zu spielen. Alfred
Montmarquette war einer der besten Akkordeonisten der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er spielte das diatonische Akkordeon
und wurde als Pionier des diatonischen Akkordeons angesehen.
Sein Leben lang übte er Einfluß auf viele neue Akkordeonisten
aus. Er starb 1944.
Am Ende
des 19. Jahrhunderts öffneten die Hersteller einen Laden und
importierten auch andere Marken. Nach der Jahrhundertwende war
die traditionelle Musik am Aussterben und mit ihr das Akkordeon.
Um diese
Zeit kam Pascal Marraza aus Italien nach Kanada und gründete
1915 eine Akkordeonschule. Von da an begann sich die Infrastruktur
zu entwickeln und viele höhere Klassen fingen mit dem Akkordeon
an. Ein Akkordeonist dieser Zeit war Ludwig Pine Tree, er wurde
so genannt da jeder Schalter seines Akkordeons mit dem Bild
eine Kiefer dekoriert war.
Um 1930
tauchte das Pianoakkordeon auf. Es wird angenommen, daß es von
italienischen Immigranten nach Kanada gebracht wurde. Seine
Popularität stieg schnell an, vornehmlich wegen der Klaviertastatur,
und bald war es dem diatonischen Akkordeon zahlenmäßig überlegen.
1935 gründeten
Paul Drollet und Billy und Charlie Harris eine Akkordeongruppe,
genannt die Maontagnards Laurentiens. Zwanzig Jahre lang spielten
sie jeden Sonnabend im Radio. Einer der besten Spieler des diatonischen
Akkordeons in den Dreißigern war Philippe Bruneau. Er war der
erste Kanadier der komplette Originalwerke für das Instrument
schrieb.
Im nächsten
Jahrzehnt ließ das allgemeine Interesse am Akkordeon nach, aber
in den Fünfzigern wuchs seine Popularität wieder da italienische,
deutsche und skandinavische Einwanderer neue Modelle ins Land
brachten und mehr Menschen damit erreichten. Ein Künstler dieser
Ära war Boris Borgstrom. Er unterrichtete und spielte Klavier.
Er setzte sich als einer der Ersten dafür ein, daß das Akkordeon
an den Universitäten eingeführt wird. Er schrieb ein Lehrbuch
für das chromatische Baßakkordeon und unterrichtete Komposition
und Musikgeschichte. Ein weiterer berühmter Lehrer war Alf Carson,
der Joe Morelli unterrichtete, welcher der erste kanadische
Akkordeonist war, der mit einem Symphony Orchester spielte.
Am Anfang
der Siebziger brachte die Wiederbelebung der Volksmusik das
Akkordeon wieder in die Öffentlichkeit und auf viele Feste.
Über die nächsten Jahre gab es viele Workhops die das neuerwachte
Interesse förderten.
|