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Das Akkordeon
ist am populärsten in Nordeste und im Süden Brasiliens. Es kam
im 19. Jahrhundert von Portugal nach Brasilien, und italienische
Immigranten brachten es am Anfang des 20. Jahrhunderts mit sich.
Die Musik in Nordeste (genannt „forro") benutzte das Akkordeon,
und Einwohner der Gegend gingen oft in andere Gegenden des Landes
um dort Arbeit als Musiker zu finden. In Nordeste findet man
viele musikalische Stile, wie z.B. baiáo, xote und sanfonas,
die anfangs auf dem diatonischen Akkordeon gespielt wurden und
später auf dem chromatischen.
In der Musik von Nordeste werden afrikanische rhythmische Klänge
und europäische Instrumente in einem indischen Singsang Stil
gespielt. Die Texte behandeln das Alltagsleben, Arbeit, Auswanderung
und verlorene Liebe. Das Akkordeon wird begleitet von sanfonas,
der Triangel und der zabumba.
Antenogenes Silva machte 1940-1960 Aufnahmen mit dem Akkordeon.
Andere bemerkenswerte Akkordeonisten waren Uccio Gaete und Alberto
Calcada. Augusta Ozari war eine der wenigen Frauen die zu jener
Zeit in Brasilien Akkordeon spielten.
Sivuca hat geholfen, das chromatische Akkordeon in Brasilien
zu fördern. Sein Stil ist eine Mischung aus brasilianischer
Volksmusik, forro, Samba, Bossa Nova und allen Arten von Jazz
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