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Daniel
Barskis Album zu besprechen ist sicherlich der Traum eines jeden
Journalisten - und ich war freudig überrascht in dem Umschlag
mit der CD auch eine Kopie der Noten sowie Informationen über
den Künstler in Englisch vorzufinden, um mir bei meiner
Besprechung zu helfen. Häufig erhalte ich CDs bei denen
das Cover keinerlei Informationen zum Künstler enthält.
Und häufig, wenn Informationen enthalten sind, sind sie
nicht auf Englisch. Und einmal hat sogar eine Firma eine CD
herausgegeben ohne irgendwo zu erwähnen, wer der Musiker
ist! In dieser Hinsicht war Daniel Barskis Aufnahme Paket"
großartig und sehr gut organisiert.
Daniel begann im Alter von 9 Jahren
Akkordeon Unterricht zu nehmen, hauptsächlich lernte er
im Sinne der Sedlon Methode und konzentrierte sich auf Standards
und Polnische Volksmusik. Im Alter von 16 trat er der Marine
bei und nahm nicht weiterhin Akkordeon Unterricht. Bis 1995,
als Daniel 47 Jahre alt war, spielte er nicht mehr. "Ich
habe die Magie des Akkordeons neu entdeckt und spiele es jetzt
leidenschaftlich gerne. Doch da wo ich lebe, kein Unterricht
angeboten wurde (Ich lebe auf dem Land) habe ich versucht mir
das Spielen selbst beizubringen, hauptsächlich alleine
in Isolation
" Ich finde es sehr bemerkenswert
und inspirierend, daß es Daniel gelungen ist alleine durch
Eigenunterricht einen solch hohen Standart zu erlangen.
Bevor ich über die Musik
auf der CD spreche, würde ich gerne einige Worte über
die ungewöhnliche Weise wie sie aufgenommen wurde verlieren.
Daniels Bemerkung im CD Cover An den Zuhörer"
spricht am besten für sich selbst. Dies ist ein Auszug
daraus:
"Die Stücke auf diesem Album wurden bei mir zu
Hause in meinem Studio mit einem Multi-track Rekorder, einem
einzelnen Musiker (mir selbst) und einem einzigen akustischen
Akkordeon aufgenommen. Bei den meisten dieser Stücke habe
ich zunächst einen Teil des Stückes auf ein Band aufgenommen
und dann, während ich das Band abspielte nahm ich parallel
einen weiteren Teil auf einem der Parallel Bänder auf.
Dieser Prozeß wurde so häufig wiederholt bis das
Stück vollständig war. Auf diese Weise gelang es mir
Stücke aufzunehmen, die ein Solist normalerweise nicht
aufführen könnte.
Obwohl beinahe alle zeitgenössischen
Aufnahmen von diesem Multi Track Prozeß Gebrauch machen,
sind normalerweise mehrere Musiker einbezogen, die alle ihren
Teil auf ein Band aufnehmen und dann die Teilen zusammenfügen.
Es gibt nur wenige Aufnahmen von Orchester Stücken, die
von einem einzelnen Künstler auf einem einzigen Instrument
aufgenommen wurden. Dies liegt natürlich nicht am Unvermögen
anderer Musiker, sondern an ihren Instrumenten. Meine Aufnahme
wurde ermöglicht, durch die große Vielfältigkeit
des Akkordeons
."
Die CD hört sich an, als
ob hier ein Akkordeon Ensemble spielt und es entsteht ein beeindruckender
Klang. Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf den Gebrauch
des Rubato beim Spielen. Es scheint mir, daß diese Aufnahmetechnik
dem Gebrauch von Rubatos ein Limit setzt - das wird besonders
beim 11. Stück - "Melody" von Gluck deutlich.
Die klangliche Qualität der Aufnahme ist erstklassig, und
die Balance zwischen den einzelnen Teilen ist perfekt. Im Bezug
auf die technische Zusammenfügung ist die CD ein Meisterwerk.
Daniels Stil hat einen besonderen
Touch. Er kreiert eine Atmosphäre, die etwas ganz besonderes
hat.
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