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Vierzehntagige CD Kritiken
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Unsere Mitarbeiterin Tania Lukic-Marx hat ein Bewertungssystem für die CDs, die sie bespricht, entwickelt. Es handelt sich um ein Sternchen System. Zum Beispiel bedeuten 5 Sternchen am Ende der Besprechung (*****), daß die CD erstklassig ist, 4 Sternchen = beeindruckend, 3 Sternchen = gut, 2 Sternchen = befriedigend und 1 Sternchen = nicht beeindruckend.
Titel: Free Reed Odyssey
Künstler: Daniel Barski - Klassisches Akkordeon
Besprechungsdatum: 1. Februar 2002
Bereitgestellt von: Daniel Barski
Stücke:

1-6 E. Satie - Six Gnossiennes
7-9 B. Bartok - Three Hungarian Folksongs
10  P. Tchaikovsky - Dance of the Little Swans
11  C. Gluck - Melody
12  J. Dowland - Lachrimae Antique
13  P. Warlock - Basse-Dance
14  G. Draghi - A Ground
15  J. S. Bach - Aria
16  A. Vivaldi - Giga
17  A. Vivaldi - Concerto for Strings in D Major
18  A. Vivaldi - Allegro poco
19  A. Vivaldi - Concerto for Violin in A minor


CD CoverDaniel Barskis Album zu besprechen ist sicherlich der Traum eines jeden Journalisten - und ich war freudig überrascht in dem Umschlag mit der CD auch eine Kopie der Noten sowie Informationen über den Künstler in Englisch vorzufinden, um mir bei meiner Besprechung zu helfen. Häufig erhalte ich CDs bei denen das Cover keinerlei Informationen zum Künstler enthält. Und häufig, wenn Informationen enthalten sind, sind sie nicht auf Englisch. Und einmal hat sogar eine Firma eine CD herausgegeben ohne irgendwo zu erwähnen, wer der Musiker ist! In dieser Hinsicht war Daniel Barskis „Aufnahme Paket" großartig und sehr gut organisiert.

Daniel begann im Alter von 9 Jahren Akkordeon Unterricht zu nehmen, hauptsächlich lernte er im Sinne der Sedlon Methode und konzentrierte sich auf Standards und Polnische Volksmusik. Im Alter von 16 trat er der Marine bei und nahm nicht weiterhin Akkordeon Unterricht. Bis 1995, als Daniel 47 Jahre alt war, spielte er nicht mehr. "Ich habe die Magie des Akkordeons neu entdeckt und spiele es jetzt leidenschaftlich gerne. Doch da wo ich lebe, kein Unterricht angeboten wurde (Ich lebe auf dem Land) habe ich versucht mir das Spielen selbst beizubringen, hauptsächlich alleine in Isolation…" Ich finde es sehr bemerkenswert und inspirierend, daß es Daniel gelungen ist alleine durch Eigenunterricht einen solch hohen Standart zu erlangen.

Bevor ich über die Musik auf der CD spreche, würde ich gerne einige Worte über die ungewöhnliche Weise wie sie aufgenommen wurde verlieren. Daniels Bemerkung im CD Cover „An den Zuhörer" spricht am besten für sich selbst. Dies ist ein Auszug daraus:
"Die Stücke auf diesem Album wurden bei mir zu Hause in meinem Studio mit einem Multi-track Rekorder, einem einzelnen Musiker (mir selbst) und einem einzigen akustischen Akkordeon aufgenommen. Bei den meisten dieser Stücke habe ich zunächst einen Teil des Stückes auf ein Band aufgenommen und dann, während ich das Band abspielte nahm ich parallel einen weiteren Teil auf einem der Parallel Bänder auf. Dieser Prozeß wurde so häufig wiederholt bis das Stück vollständig war. Auf diese Weise gelang es mir Stücke aufzunehmen, die ein Solist normalerweise nicht aufführen könnte.

Obwohl beinahe alle zeitgenössischen Aufnahmen von diesem Multi Track Prozeß Gebrauch machen, sind normalerweise mehrere Musiker einbezogen, die alle ihren Teil auf ein Band aufnehmen und dann die Teilen zusammenfügen. Es gibt nur wenige Aufnahmen von Orchester Stücken, die von einem einzelnen Künstler auf einem einzigen Instrument aufgenommen wurden. Dies liegt natürlich nicht am Unvermögen anderer Musiker, sondern an ihren Instrumenten. Meine Aufnahme wurde ermöglicht, durch die große Vielfältigkeit des Akkordeons…."

Die CD hört sich an, als ob hier ein Akkordeon Ensemble spielt und es entsteht ein beeindruckender Klang. Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf den Gebrauch des Rubato beim Spielen. Es scheint mir, daß diese Aufnahmetechnik dem Gebrauch von Rubatos ein Limit setzt - das wird besonders beim 11. Stück - "Melody" von Gluck deutlich.


Die klangliche Qualität der Aufnahme ist erstklassig, und die Balance zwischen den einzelnen Teilen ist perfekt. Im Bezug auf die technische Zusammenfügung ist die CD ein Meisterwerk.

Daniels Stil hat einen besonderen Touch. Er kreiert eine Atmosphäre, die etwas ganz besonderes hat.
*****


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