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Titel: Eclats de Nacre
Künstler: Bruno Maurice
Besprechungsdatum: 6. Oktober 2000
Bereitgestellt von: Bruno Maurice
Stücke:

Saumur - B. Maurice
Sonate in E Dur - Scarlatti
Dreifache Fuge in Es Dur - J. S. Bach
Variationen "Ah! vous dirai-je, Maman" - W. A. Mozart
Dumka - Semionov
Toccata - Precz
Jazz Partita Nr. 2 - Zubitsky
Alone - Erkki Jokinen
Valse Triest - Jean Sibelius


Für seine zweite CD hat der französische Akkordeonist Bruno Maurice ein Programm ausgewählt, das sich aus barocken, klassischen und originalen Stücken für Akkordeon zusammensetzt. (Für biographische Angaben zu Bruno Maurice, sehen Sie Sich bitte die Besprechung seiner CD Appassionata vom 16 Juni 2000 an).

Bruno beginnt sein Programm mit seinem eigenen Stück: "Saumur", und zeigt , daß er ebenfalls Talent als Komponist besitzt. Ich konnte in Brunos Stil deutlich den Einfluß der russischen Akkordeon Kompositions Schule spüren, zu der Komponisten gehören wie: Semionov, Zubitsky, etc. Das Stück ist musikalisch sehr interessant, und auf eine sehr schöne Weise aufgeführt.

Ich finde Brunos Darbietung der Scarlatti Sonate in E Dur sehr außergewöhnlich. Während er im Rahmen des barocken Stiles bleibt, ist sein Auftritt ausgesprochen emotional und die Sonate wird dadurch gewissermaßen 'lebendig'. Häufig trifft man auf Aufnahmen in denen Scarlatti einfach und ohne Emotionen aufgeführt wird, aus Sorge zu romantisch zu wirken. Dadurch klingt seine Musik häufig wie ein Gegenstand aus dem Museum - leblos und nicht der wirkliche Welt zugehörig.

Weiterhin gefällt mir auch Brunos Darbietung von Bachs Dreifacher Fuge und Mozarts Variationen sehr gut. Die Stücke wirken sehr emotional und erreichen eine unglaubliche musikalische Reife ohne dabei die Grenze zu überschreiten und musikalischen Geschmack und Stil zu verlieren.

Wenn man sich diese CD anhört, wird klar, wie sehr Bruno es genießt Stücke zu spielen, die im Original für Akkordeon geschrieben wurden (Semionov, Zubitsky, etc.). Mit viel technischer Freiheit spielt er sehr überzeugend, bewegend und voller Gefühl und Emotion.

Er beendet sein Programm mit dem "Valse Triest" und zeigt, daß er weiterhin auch ein großartiger Miniaturist ist mit einer starken und noblen Ausdruckskraft. Ich kann nicht gut genug über die Aufnahmen sprechen.


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