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Für seine zweite CD hat der französische
Akkordeonist Bruno Maurice ein Programm ausgewählt, das sich
aus barocken, klassischen und originalen Stücken für Akkordeon
zusammensetzt. (Für biographische Angaben zu Bruno Maurice,
sehen Sie Sich bitte die Besprechung seiner CD Appassionata
vom 16 Juni 2000 an).
Bruno beginnt sein Programm mit
seinem eigenen Stück: "Saumur", und zeigt , daß er ebenfalls
Talent als Komponist besitzt. Ich konnte in Brunos Stil deutlich
den Einfluß der russischen Akkordeon Kompositions Schule spüren,
zu der Komponisten gehören wie: Semionov,
Zubitsky, etc.
Das Stück ist musikalisch sehr interessant, und auf eine sehr
schöne Weise aufgeführt.
Ich finde
Brunos Darbietung der Scarlatti Sonate in E Dur sehr außergewöhnlich.
Während er im Rahmen des barocken Stiles bleibt, ist sein Auftritt
ausgesprochen emotional und die Sonate wird dadurch gewissermaßen
'lebendig'. Häufig trifft man auf Aufnahmen in denen Scarlatti
einfach und ohne Emotionen aufgeführt wird, aus Sorge zu romantisch
zu wirken. Dadurch klingt seine Musik häufig wie ein Gegenstand
aus dem Museum - leblos und nicht der wirkliche Welt zugehörig.
Weiterhin
gefällt mir auch Brunos Darbietung von Bachs Dreifacher Fuge
und Mozarts Variationen sehr gut. Die Stücke wirken sehr emotional
und erreichen eine unglaubliche musikalische Reife ohne dabei
die Grenze zu überschreiten und musikalischen Geschmack und
Stil zu verlieren.
Wenn man
sich diese CD anhört, wird klar, wie sehr Bruno es genießt Stücke
zu spielen, die im Original für Akkordeon geschrieben wurden
(Semionov, Zubitsky, etc.). Mit viel technischer Freiheit spielt
er sehr überzeugend, bewegend und voller Gefühl und Emotion.
Er beendet
sein Programm mit dem "Valse Triest" und zeigt, daß er weiterhin
auch ein großartiger Miniaturist ist mit einer starken und noblen
Ausdruckskraft. Ich kann nicht gut genug über die Aufnahmen
sprechen.
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